Schmelzindex (MFR/MVR) vs. Kapillarrheometer

Die Fließfähig von Materialien bzw. Kunststoffen kann sowohl mit einem Schmelzindex Prüfgerät als auch mit einem Kapillarrheometer geprüft werden. Jedoch gibt es erhebliche Unterschiede in Aufbau, Messprozess und Anwendung.

Das Diagramm zeigt einen Vergleich von Schmelzindexmessung und Kapillarrheometer an zwei Materialien mit unterschiedlicher Oberflächenrauhigkeit im Extrudat.

Im Bereich der MFR Messung ist zwischen den Materialien ein Unterschied von 5% zu erkennen. Die Messung mit dem Kapillarrheometer wird über einen weiten Schergeschwindigkeitsbereich durchgeführt. So kann die Fließeigenschaft bzw. die Viskosität von Kunststoffen, im Scherratenbereich der Verarbeitung ermittelt werden. Die Daten werden mit dem Fließgesetz nach Carreau-Winter approximiert. Hierbei zeigt die Nullviskosität, einer der wesentlichen Modellkoeffizienten, eine sehr deutliche Abweichung von 20%.

Durch die Schmelzindexmessung kann ein Unterschied zwischen den Materialien bei geringen Schergeschwindigkeiten erkannt werden. Um die Fließfähigkeit von Kunststoffen im Bereich der Verarbeitung zu bestimmen werden höhere Kräfte bzw. Scherraten benötigt. Ein Kapillarrheometer bietet die Möglichkeit die Fließeigenschaften von Kunststoffe im Bereich der Verarbeitung zu charakterisieren.

Der GÖTTFERT Kapillarrheometer bietet neben der Viskositätsmessung von Materialien zudem noch die Möglichkeit durch Add-ons weitere materialspezifischen Daten zu generieren.

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